Evelyn Achhorner ist Architektin und seit 2018 Abgeordnete im Tiroler Landtag für die FPÖ Tirol. In fünf Ausschüssen des Landtages ist sie Mitglied und in fünf weiteren ist sie Ersatzmitglied. Evelyn Achhorner lebt in Innsbruck.

MEINBEZIRK: Mit welchem Satz beschreiben Sie Tirol, wenn Sie in einem anderen Land sind?
EVELYN ACHHORNER: 
Tirol liegt in einer imposanten Alpenlandschaft mit Weltklasse-Skigebieten und besitzt eine traditionsreiche Kultur mit herzhafter Küche, worauf die Tiroler sehr stolz sind. Die Tiroler selbst sind heimat- und naturverbunden.

Was hat Sie ursprünglich dazu bewegt, in die Politik zu gehen?
Als Architektin und Stadtplanerin habe ich in Innsbruck eine Chance gesehen, dahingehend mehr mitzubestimmen. Mein Interesse für Landschaft, Kultur- und Kunstgeschichte bilden die Grundlage für mein politisches Engagement im Land Tirol.

Sie sind nicht nur im Landtag politisch aktiv?
Mein voller Einsatz gilt dem Tiroler Landtag. Ich war auch im Innsbrucker Gemeinderat tätig. Beides lässt meine Zeit nicht zu. Die Tiroler Wirtschaft steht aufgrund meiner Funktionen in der Wirtschaftskammer und als Obfrau der FW Tirol im besonderen Fokus. Da der Bezug zum Arbeitsleben wichtig ist, bin ich weiterhin als Architektin tätig.

Hat sich der Umgang mit Frauen in der Tiroler Politik in den vergangenen Jahren verändert?
Ja, natürlich. Es gibt grundsätzlich mehr Frauen in der Politik, sie sind sichtbarer und bestimmen mehr mit. Social Media sind für uns Frauen ein wichtiger Weg für die Themenvermittlung und für die Bekanntheit, aber sie können auch ein Feld für persönliche Angriffe sein.

Welche drei Themen in Stichworten sehen Sie als ihre Herzensangelegenheiten?
Verkehr, Raumplanung, Gestaltung des Landes, Architektur auch als sozialer Auftrag, Umwelt- und Heimatverbundenheit, Ensembleschutz als Teil unserer Tiroler Geschichte, Tirol als Sportland sowie Wirtschaft als Grundlage für den Wohlstand unserer Gesellschaft

Welche politische Debatte würden Sie gerne sachlicher führen?
Sport als Prävention vor physischen und psychischen Krankheiten, Sport als Charakterbildung und Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche und Sport als Beschäftigung und Gesunderhaltung unserer Senioren.

Welches Problem wird Ihrer Meinung nach in Tirol derzeit völlig unterschätzt?
Dass die Wirtschaft die Grundlage für eine gesunde, zufriedene und funktionierende Gesellschaft ist. Die Wertschätzung für unsere Betriebe wird derzeit nicht gesehen und die Wertschöpfung, die von den Unternehmern geschaffen wird, aber auch das Risiko, das sie eingehen, wird nicht genug gewürdigt.

Gibt es unter den Abgeordneten, aber auch unter Kommunalpolitikerinnen wie Bürgermeisterinnen oder Gemeinderätinnen eine „Frauensolidarität“?
Das hängt sehr vom Thema ab. Grundsätzlich arbeitet man für die Bürger, sie sollen immer im Mittelpunkt stehen!

Befindet sich Tirol schon im Vorwahlkampf für die Landtagswahl 2027?
Jede Partei hat schon die nächste Wahl im Fokus. Es kann auch immer sein, dass früher gewählt wird. Man muss vorbereitet sein.

Werden Sie kandidieren und welches Ziel haben Sie?

Ja, um meine Hauptthemen Verkehr, Sport und Wirtschaft weiter zu verfolgen und um meine Erfahrung für das Land positiv einzusetzen. Ich freue mich darauf!