Überregulierung, Stillstand und falsche Prioritäten treiben Europas Standort immer weiter nach unten.

Die Europäische Union inszeniert sich seit vielen Jahren regelmäßig mit großen Visionen, pompösen Gipfeln und weitreichenden Zielsetzungen. Doch die Realität ist ernüchternd: Wirtschaftspolitisch agiert Brüssel zunehmend wie ein überforderter Verwalter statt wie ein globaler Gestalter. Während Ankündigungen über KI-Führerschaft, Klimaneutralität und wirtschaftliche Stärke die Schlagzeilen dominieren, verliert der europäische Wirtschaftsstandort immer mehr an Substanz.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Europa fällt gegenüber den USA bei Wohlstand, Produktivität, Kapitalmarkttiefe und technologischer Stärke immer weiter zurück. Die Produktivitätslücke ist längst zu einem massiven Standortproblem geworden, während amerikanische Technologiekonzerne globale Märkte prägen, sieht Europa in entscheidenden Zukunftsbranchen viel zu oft nur zu. Das ist kein normaler Rückstand mehr, sondern ein strukturelles Versagen mit Ansage.

Die Ursachen sind hausgemacht: Eine erdrückende Regulierungsflut, ideologisch getriebene Eingriffe wie Lieferkettengesetz, Entgelttransparenzrichtlinie oder Entwaldungsverordnung sowie ein fragmentierter Binnenmarkt ersticken Innovation, Investitionen und Unternehmergeist. Während US-Unternehmen auf einen echten einheitlichen Markt zugreifen können, kämpfen europäische Betriebe weiterhin mit 27 Rechtssystemen, unterschiedlichen Vorgaben und einer immer weiter ausufernden Bürokratie.

Ebenso schwer wiegt die leistungsfeindliche Grundhaltung, die sich in Europa immer stärker breitmacht. Während andere Weltregionen auf Arbeit, Innovation, Kapital und Geschwindigkeit setzen, träumen europäische Sozialisten noch immer vom Wohlstand ohne Leistung. Doch Wohlstand entsteht nicht durch neue Berichtspflichten, neue Verbote und neue Umverteilungsfantasien, sondern durch Unternehmer, Investitionen, Fleiß, Technologieoffenheit und wirtschaftliche Freiheit.

„Europa braucht keine neuen Ankündigungen, sondern endlich einen radikalen Kurswechsel: echte Deregulierung, eine funktionierende Kapitalmarktunion und ein wirtschaftsfreundliches Klima, das Leistung wieder belohnt statt bestraft. Die EU hat sich in einem Machtfilz aus Bürokratie, Ideologie und Selbstüberschätzung verfangen. Wer Europas Wohlstand retten will, muss Unternehmern wieder Luft zum Atmen geben, Investitionen erleichtern, Innovation ermöglichen und den Binnenmarkt endlich vollenden. Wenn wir nicht sofort gegensteuern, verspielen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit endgültig!“ warnt die Landesobfrau der Freiheitlichen Wirtschaft Tirol, DI Evelyn Achhorner.